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Einsatz im Erdbebengebiet Mexikos

04. Oktober 2017

Am 19.09.2017 hat die Erde in Mexiko nur 12 Tage nach dem letzten Ereignis erneut gebebt. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7.1 auf der Richterskala lag nur 130 km südlich von Mexiko Stadt und hat zahlreiche Tote gefordert sowie grosse Schäden verursacht.

Die mexikanischen Behörden haben sofort nach dem Erdbeben mit umfangreichen Such- und Rettungsmassnahmen begonnen. Unterstützungsbedarf bestand vor allem bei der Identifizierung unmittelbar einsturzgefährdeter Gebäude. Deshalb blieben die Schulen geschlossen und etliche Spitäler versorgten ihre Patienten unter freiem Himmel. Viele Einwohnerinnen und Einwohner von Mexiko-Stadt und der Bundesstaaten Puebla und Morelos konnten wegen möglicher Einsturzgefahr nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Auf Ersuchen Mexikos hat die Humanitäre Hilfe des Bundes ein Team von Bauingenieuren in die betroffenen Gebiete entsandt, darunter Peter Hilty, welcher bei dsp als Projektleiter arbeitet. Das Team unterstützte den mexikanischen Zivilschutz bei der Beurteilung von beschädigten öffentlichen Bauten (Spitäler, Schulen) und Privatgebäuden. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass weitere Menschen infolge des Erdbebens ihr Leben verlieren.

In der Region von Cuernavaca besuchte das Team verschiedene Spitäler und durfte feststellen, dass diese nur nichtstrukturelle Schädigungen aufweisen. Dennoch weigerte sich die Belegschaft in einem Regionalspital mit 1'200 Betten – vergleichbar mit dem Universitätsspital Zürich – wieder in den Spitalgebäuden zu arbeiten und behandelte die Patienten immer noch im Hof. Bereits zwei inländische Teams hatten das 6-stöckige Spital begutachtet und als „grün“ (wiederbeziehbar) taxiert, doch die Belegschaft vertraute ihnen nicht. Es gelang dem Team in langen Gesprächen mit Spitaldirektor, Gewerkschaft und Spitalangestellten, alle davon zu überzeugen, dass die Rückkehr ins Spital ohne Bedenken geschehen kann, was tags darauf auch erfolgt ist.

Den Anwohnern die Erkenntnisse zu erläutern, war eine mindestens ebenso grosse Herausforderung, wie die technische Beurteilung selbst. Dabei stellte sich heraus, dass die neutrale Sicht eines internationalen Teams für die Menschen am Ort der Katastrophe von sehr grosser Bedeutung ist.

 

› Link: Beitrag im SRF Tagesschau

› Link: Bericht der Schweizerischen Eidgenossenschaft EDA

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