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Langsamverkehrsbrücke Buchs-Vaduz über den Rhein – Einhub des Überbaus

31. März 2019

Seit September 2018 laufen die Arbeiten der neuen Langsamverkehrsbrücke über den Rhein zwischen Buchs (CH) und Vaduz (FL). Im alten Jahr wurden im Rhein Schüttungen und die bis zu 17 m tiefen Bohrpfähle sowie die 10 m hohen Flusspfeiler ausgeführt. Im neuen Jahr folgten die Arbeiten an den Widerlagern. Zeitgleich entstandenen im Werk des Officine Ghidoni SA im Tessin die Überbau-Schüsse aus wetterfestem Stahl.

In den letzten Wochen erfolgte nun die kritische Phase mit dem Transport, Verschweissen und Einheben der bis zu 90 Tonnen schweren Überbauschüsse in 3 Etappen.

Am 12. März konnte auch das letzte, mittlere Brückenteil erfolgreich mit dem 500-Tonnen Kran der Fanger AG eingehoben werden. Zahlreiche Anwohner und mehrere lokale Medien verfolgten das Spektakel am Rhein unter strahlend blauem Himmel.

In den kommenden Wochen werden die Geländer angeschweisst, die Beläge eingebracht und die Dämme an die neuen Widerlager angepasst. Die Eröffnung ist auf den 29.06.2019 angesetzt.

[Video Antransport und Einhub Mittelteil mit bestem Dank zur Verfügung gestellt von der Lichtensteiner Zeitung www.vaterland.li]

Das Projekt "crudo"

dsp gewann in Zusammenarbeit mit Conzett Bronzini Partner AG aus Chur den Projektwettbewerb für die neue Langsamverkehrsverbindung über den Rhein. Dazu wurde eine klassische Dreifeldkonstruktion mit einer Gesamtlänge von 152 m bei einer Feldeinteilung von 45.00 m / 62.00 m / 45.00 m gewählt. Die Konstruktion besteht aus einem äusserst robusten, mehrzelligen Hohlkastenquerschnitt aus wetterfestem Stahl. Die (im Längsschnitt betrachtete) parabelförmige Querschnittsveränderung erlaubt eine minimale Konstruktionshöhe im Bereich der Widerlager (40 cm), während im Bereich der grösseren Beanspruchungen die Höhe gegen Brückenmitte auf 110 cm anwächst. Falls bei reger Nutzung der Brücke und entgegen den aktuellen dynamischen Einschätzungen unangenehme Schwingungen entstehen würden, kann die schlanke Brücke mit drei Schwingungstilgern nachgerüstet werden. Die Tiefenfundationen sind auf mögliche Hochwasser und damit einhergehende Kolkphänomene ausgelegt. Bei einer allfälligen Rheinrenaturierung kann die Brücke mit dem Bau eines neuen Pfeilers und Widerlagers entsprechend verlängert und dem Fluss mehr Raum zur Verfügung gestellt werden.

Planungsteam "crudo":
Conzett Bronzini Partner AG, Chur
dsp Ingenieure + Planer AG, Uster
BHU: Casutt Wyrsch Zwicky AG
Bauleitung: Gruner Wepf AG
Stahlbau: Ghidoni SA, Riazzino
Baumeister: Frickbau AG, Schaan FL

Medienberichte/Impressionen

Filme und Bilder www.vaterland.li

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