- Bauherrschaft Pensionskasse der UBS, Zürich
- Planungsteam ARGE SERA, Studio Sintzel, Ramser Schmid Architekten
- Leistungen Projektwettbewerb, Phasen 31-53: Betonbau, Holzbau, Baugrube, Fundation
- Bearbeitung 2023 - 2034
- Baukosten CHF 250 Mio.
- Kenndaten 519 Wohnungen, 2 UG / EG / 7 OG, SNBS 2.1 GoldGV SIA 416: 138’000 m3 / GF SIA 416: 47’000 m2
Die Wohnsiedlung im Dreieck von Flüela‑, Fuchsia‑ und Dennlerstrasse wird in eine dichtere, städtischere Struktur überführt, in der Bestandsbauten und Neubauten ein gemeinsames architektonisches Gefüge bilden. Wohnen bleibt die prägende Nutzung, ergänzt durch punktuelle Gewerbeflächen und klar gefasste Freiräume, die das heute wenig strukturierte Areal in attraktive Stadträume gliedern.
Aus statischkonstruktiver Sicht folgt die Erneuerung einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus Erhalten, Ertüchtigen und Ersetzen. Vier der bestehenden Wohnblöcke bleiben in ihrer Hauptstruktur bis ins vierte Obergeschoss bestehen, während das Attikageschoss vollständig rückgebaut wird. Auf die bestehenden Baukörper werden zwei neue Wohngeschosse in Holzbauweise aufgesetzt. Dank der leichten Konstruktion ist diese Aufstockung möglich ohne eine Verstärkung der Fundation.
Parallel dazu entstehen in anderen Bereichen Neubauten bzw. Ersatzneubauten in Massivbauweise, die sich mit den Bestandsgebäuden zu einem statisch durchgehenden Ensemble verbinden. Das Tragwerk der Neubauten besteht aus dünnen Ortbetondecken, welche auf vorfabrizierten Stützen und den Ortbetonwänden der Erschliessungskerne auflagern.
Diese gewährleisten auch die Tragsicherheit gegen Wind- und Erdbebeneinwirkungen. Dabei kompensieren die neuen Kerne die ungenügende Aussteifungskapazität der Bestandsgebäude. Entscheidend ist dabei die kraftschlüssige Verbindung zwischen Alt und Neu. Am Ende wirkt das gesamte Ensemble bei als ein zusammenhängender Baukörper.
Unter Terrain wird die Anlage ebenfalls präzise weiterentwickelt. Die Flachfundation des Bestands wird beibehalten und dort lokal verstärkt, wo neue Kernwände oder höhere Lastkonzentrationen entstehen. Die Neubauten sind ebenfalls flach fundiert.
Baugrubenabschlüsse werden über Rühlwände mit Ankern oder Spriessungen gesichert, um die Eingriffe kontrolliert und setzungsarm zu halten.
Insgesamt entsteht ein Tragwerk, das die bestehenden Qualitäten des Bestands bewahrt und zugleich die strukturellen Grundlagen für die zukünftige städtebauliche Dichte legt – robust, langlebig und sorgfältig auf die neue Nutzung ausgerichtet. Mit dieser Kombination aus Weiterbauen und Erneuern erhält die Siedlung eine konstruktive Basis, die den kommenden Generationen Flexibilität und langfristige Stabilität bietet.