- Bauherrschaft Spital Lachen AG
- Architektur Planergemeinschaft Archipel Generalplanung AG & IAAG Architekten AG, Bern
- Leistungen Phasen 31-33 Baugrube, Fundation, Tragwerk in Stahlbeton & Stahl, Bohrpfahlversuche
- Bearbeitung 2018 - 2023
- Baukosten CHF 120 Mio.
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Kenndaten
1 UG, 5 oberirdische Geschosse, Technikzentrale
GV SIA 416: 78’603 m3, GF SIA 416: 19’940 m2
Nach dem Bau des mittlerweile denkmalgeschützten Altbaus nahm das Spital Lachen 1915 den Betrieb auf. Seither wurde es laufend erweitert und ausgebaut. Die aktuell bestehende Infrastruktur weist jedoch erhebliche betriebliche und bauliche Mängel auf, weshalb diese durch Neubauten, Instandsetzungen und Abbrüche gesamterneuert werden soll.
Der 100 m lange, 30 m breite und sechs Geschosse umfassende Behandlungstrakt wird zum neuen Herzstück der Anlage. Er beherbergt die Operationssäle, Patientenzimmer, Behandlungsräume sowie Laboratorien und Technikflächen.
Durch den Rückbau des bestehenden Hauptgebäudes entsteht viel Freifläche und das Spital wird – wie einst zur Gründungszeit – zum Spital im Park.
Die Tragstruktur des Neubaus ist als robuster und flexibel umnutzbarer Skelettbau in Ortbeton konzipiert. 38 cm starke Decken werden von Stützen im Raster von 8.1 x 8.1 m getragen.
Aufgrund der Einstufung als Akutspital muss der Neubau auch im Erdbebenfall funktionsfähig bleiben, d.h. den Anforderungen der Bauwerksklasse III entsprechen.
Die Lasten des Neubaus werden mittels Pfahlfundation in den Baugrund eingeleitet. Insbesondere die ca. 10 m mächtige Schicht der Verlandungssedimente, die zudem durch dünnere Torfschichten durchzogen ist, ist äussert setzungsempfindlich und nur schlecht tragfähig. Zur Optimierung der Pfahlfundation und zur Gewährleistung einer ausreichenden Planungssicherheit wurden bereits im Bauprojekt statische Pfahlbelastungsversuche im Massstab 1:1 durchgeführt.