- Bauherrschaft Schweizerische Bundesbahnen SBB
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Planungsteam
IG TransLU, Federführung Tagbautunnel, Bauphasenplanung bei
dsp Ingenieure + Planer AG - Leistungen Phase 31 – 53 (Sistierung nach Phase 31)
- Bearbeitung 2021 - 2035
- Baukosten Gesamtkosten CHF 806 Mio., Ingenieurbau CHF 500 Mio.
- Kenndaten Bergmännischer Tunnel ca. 1650m, Tagbautunnel 120 m unter Gleisfeld
Die heutige Bahninfrastruktur des Knotens Luzern hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Ein Ausbau ist erforderlich, damit das Bahnangebot im Grossraum Luzern verbessert werden kann. Dies soll mit dem Bau des Durchgangsbahnhofs Luzern (DBL) – bestehend aus den drei Teilprojekten Tiefbahnhof, Dreilinden-
und Neustadttunnel – erreicht werden.
Das Teilprojekt 3 Neustadttunnel umfasst einen rund 2km langen Bauabschnitt des Gesamtprojektes DBL. Der zweispurige Bahntunnel unterquert vom Tiefbahnhof ausgehend die ganze Neustadt von Luzern in einem 180 Grad Bogen und schliesst im Einschnitt Heimbach wieder an die Stammlinie, die heutige Bahnhofseinfahrt, an. Ein grosser Teil des Neustadttunnels befindet sich in einer wassergesättigten Lockergesteinsstrecke. Der Baugrund ist ausserordentlich herausfordernd und besteht aus drei, teilweise gespannten, Grundwasserstockwerken, die durch den Neustadttunnel nicht verbunden werden dürfen. Der erste Abschnitt ab dem Tiefbahnhof wird mit der Deckelbauweise und Jettingsohle erstellt. Der folgende Abschnitt wird ab einem Bauschacht beim heutigen Stellwerk bergmännisch aufgefahren.
Im Bereich der bergmännischen Vortriebe konnten durch die Optimierung der Linienführung eine Reduktion der kritischen Lockergesteinsstrecken im Grundwasser und eine Verbesserung der Sicherheit bei der Unterfahrung des im Betrieb befindlichen Schönheimtunnels mit sehr geringer Überdeckung erreicht werden.